Nahost

Medien: Hisbollah verfügt über russische Jachont-Schiffsabwehrraketen

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, die Hisbollah habe russische Jachont-Raketen aus Syrien erhalten, die große Kriegsschiffe treffen können. Der russische Präsidentensprecher Dmitri Peskow erklärte, dem Kreml lägen keine derartigen Informationen vor.
Medien: Hisbollah verfügt über russische Jachont-SchiffsabwehrraketenQuelle: Sputnik © Wladimir Fedorenko

Die libanesische Gruppierung "Hisbollah" verfügt über P-800 "Jachont"-Schiffsabwehrraketen in ihrem Arsenal. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Quellen, die mit dem Arsenal der Bewegung vertraut sind. Die Hisbollah habe diese Raketen während des Krieges aufseiten der Regierungstruppen aus Syrien erhalten, so die Nachrichtenagentur.

Bei der P-800 Jachont handelt es sich um einen sowjetischen und russischen Überschall-Marschflugkörper zur Schiffsabwehr, der für den Export bestimmt ist – ein Analogon des Flugkörpers 3M55 Oniks mit besonders unauffälligen Eigenschaften. Die Reichweite der Jachont beträgt bis zu 300 Kilometer, die Geschwindigkeit bis zu 750 Meter pro Sekunde. Die Abschussmasse beträgt etwa drei Tonnen. Hersteller der Rakete ist die Produktionsvereinigung Strela in Orenburg. Die Rakete wurde während des Krieges in Syrien und der Kämpfe in der Ukraine eingesetzt – das russische Verteidigungsministerium veröffentlichte Bildmaterial von deren Starts.

Auf eine Anfrage von Reuters an den Kreml, wie die Oniks in den Besitz der Hisbollah gekommen sei, antwortete Dmitri Peskow, dass die Angaben nicht bestätigt worden seien. Der russische Präsidentensprecher sagte:

"Wir wissen nicht, ob dies wahr ist oder nicht. Wir verfügen nicht über solche Informationen."

Im Jahr 2007 unterzeichneten Russland und Syrien einen Vertrag über die Lieferung einer Reihe von Jachont. Im Jahr 2010 bestätigte der damalige russische Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow, dass der Vertrag in der Umsetzung sei.

Die Fähigkeit der Hisbollah, Schiffe anzugreifen, ist seit 2006, als die Kämpfer zum ersten Mal ein Marineschiff angriffen, erheblich gewachsen, so eine Quelle gegenüber Reuters. Im Jahr 2006 wurde dann ein israelisches Kriegsschiff im Mittelmeer getroffen. Der Gesprächspartner der Nachrichtenagentur behauptete, die Kämpfer "haben die Jachont und natürlich auch andere Dinge".

Die Hisbollah habe ein beeindruckendes Arsenal aufgebaut, darunter auch Anti-Schiffs-Raketen, bestätigten drei aktuelle und ein ehemaliger US-Beamter. Sie versicherten, dass das Pentagon das Problem ernst nehme und die in der Region stationierte US-Flotte über Raketenabwehrsysteme verfüge.

Der Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah veröffentlichte Anfang November eine Videobotschaft, in der er auf die US-Kriegsschiffe hinwies, die nach Kriegsbeginn im östlichen Mittelmeer eintrafen. Er warnte vage, dass die Gruppierung über die nötigen Mittel verfüge, um sie zu bekämpfen. Nasrallah sagte:

"Wir haben uns auf die Flottille vorbereitet, mit der ihr uns droht."

Zwei libanesische Quellen der Nachrichtenagentur Reuters stellten klar, dass sich der militante Führer speziell auf die Jachont bezog.

Mehr zum ThemaHuthi-Rebellen veröffentlichen erneut Video: Weitere Angriffe mit Raketen und Drohnen auf Israel

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.