
Kallas unterstützt Moratorium für Angriffe im Schwarzen Meer

Die EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas befürworte die Initiativen zur Einführung eines Moratoriums für Angriffe im Schwarzen Meer. Dies erklärte sie am Mittwoch auf einer Pressekonferenz im irischen Wicklow nach einem informellen Treffen der EU‑Außenminister. Ihr zufolge könnten "russische Attacken" auf Getreideschiffe im Schwarzen Meer einen weiteren weltweiten Schock für die Ernährungssicherheit auslösen. "Ich unterstütze die Initiativen für ein Moratorium der Angriffe im Schwarzen Meer", sagte sie. Kallas betonte, dass die EU die ukrainischen Getreideexporte über alternative Transitrouten fördere und eine Möglichkeit prüfe, Hilfe bei der Getreidelagerung in der Ukraine zu leisten. Diese Maßnahmen sollen die globale Ernährungssicherheit gewährleisten. "Doch die Mengen, die auf dem Seeweg transportiert werden können, sind unersetzlich", fügte sie hinzu.
Am 13. August teilte Reuters unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle mit, dass Kiew den russischen Behörden ein Angebot unterbreitet habe, die Angriffe auf zivile Ziele im Schwarzen Meer einzustellen. Diese Initiative sei von der ukrainischen Führung über einen Dritten übermittelt worden, hieß es.

Am selben Tag erklärte der stellvertretende russische Außenminister Alexander Gruschko, dass Moskau keine "formalisierten Vorschläge" bezüglich eines möglichen Moratoriums für Angriffe im Schwarzen Meer erhalten habe. Er betonte, dass Kiew "jede Art von Waffenstillstand" dazu nutzen werde, um die ukrainischen Truppen umzugruppieren und zu stärken. Darüber hinaus würden vorübergehende Maßnahmen die Ursachen des Konflikts nicht beseitigen.
Das russische Außenministerium hatte zuvor die internationale Gemeinschaft aufgefordert, Druck auf Kiew auszuüben, um die Angriffe auf Trockenfrachtschiffe im Schwarzen und Asowschen Meer zu beenden. Maria Sacharowa, die Sprecherin der Behörde, wies darauf hin, dass solche Attacken "die Getreide- und Düngemittelknappheit verschärfen und die globalen Lebensmittelpreise in die Höhe treiben". Sacharowa fügte hinzu, dass im Juli mindestens 100 ukrainische Drohnenangriffe auf Handelsschiffe im Asowschen und Schwarzen Meer registriert worden seien, die russische Agrarprodukte auf die Weltmärkte lieferten.
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