Liveticker Iran-Krieg: Irans Außenminister in Oman – erster Golfbesuch seit Kriegsbeginn

26.04.2026 14:00 Uhr
14:00 Uhr
Chinesische Ölraffinerie weist Iran-Geschäfte nach US-Sanktionen zurück
Einer der größten unabhängigen Ölraffineriekonzerne Chinas, Hengli Petrochemical, hat bestritten, mit Iran gehandelt zu haben, nachdem die USA Sanktionen gegen eine Tochtergesellschaft verhängt hatten, der der Kauf iranischen Rohöls vorgeworfen wird.
Hengli habe "zu keinem Zeitpunkt Handel mit Iran betrieben", und alle Rohöllieferanten hätten "garantiert, dass die Herkunft des gelieferten Rohöls nicht unter die US-Sanktionen fällt", erklärte das Unternehmen in einer Börsenmitteilung.
Das Unternehmen teilte weiter mit, es verfüge über ausreichende Rohölvorräte, um den Betrieb für mehr als drei Monate aufrechtzuerhalten, und seine Beschaffungsaktivitäten seien in keiner Weise beeinträchtigt worden.
Die US-Sanktionen gegen die Raffinerie Hengli Petrochemical (Dalian) entbehrten sowohl einer faktischen als auch einer rechtlichen Grundlage, fügte das Unternehmen hinzu und kündigte an, sich um die Aufhebung der entsprechenden Beschränkungen zu bemühen.
Die Trump-Regierung verhängte bereits am Freitag Sanktionen gegen die chinesische Ölraffinerie, Hengli Petrochemical, sowie gegen rund 40 Reedereien wegen des Transports iranischen Öls.
Today, Treasury’s Office of Foreign Assets Control (OFAC) sanctioned Hengli Petrochemical (Dalian) Refinery Co., Ltd., a China-based independent teapot refinery. China-based teapot refineries continue to play a vital role in sustaining Iran’s oil economy, and Hengli Petrochemical…
— Treasury Department (@USTreasury) April 24, 202613:15 Uhr
Iranischer Jet soll zu Kriegsbeginn US-Basis in Kuwait getroffen haben
Einem Bericht von NBC News zufolge soll ein iranisches F-5-Kampfflugzeug zu Beginn des US-israelischen Krieges gegen Iran einen Angriff auf die US-Basis Camp Buehring in Kuwait durchgeführt und dabei US-Luftabwehrsysteme überwunden haben. Dazu gehörten unter anderem Patriot- und Kurzstreckenabwehrsysteme, Radarüberwachung sowie regionale Frühwarnsysteme.
Der Angriff gilt als außergewöhnlich: Analysten sprechen davon, dass damit erstmals seit dem Koreakrieg wieder ein feindliches Luftfahrzeug eine größere US-Militärbasis erfolgreich getroffen habe. Als Vergleich wird ein nordkoreanischer Angriff vom 15. April 1953 auf die Insel Cho-do genannt. Seitdem verfügten die USA weitgehend über Luftüberlegenheit an ihren Stützpunkten.
Der Vorfall stellt zudem die Darstellung infrage, Irans Luftwaffe sei zu Kriegsbeginn vollständig ausgeschaltet worden. Laut US-Quellen habe sich das F-5 in niedriger Höhe genähert und ungelenkte Bomben abgeworfen, wodurch Schwächen in auf Raketenabwehr ausgerichteten Sensorsystemen ausgenutzt worden seien. Militäranalysten bewerten den Angriff sowohl operativ als auch symbolisch als bedeutsam.
Als wahrscheinlich eingesetztes Flugzeug gilt die iranische HESA Kowsar, eine im Inland weiterentwickelte Version der US-amerikanischen Northrop F-5. Das Muster basiert auf einem Entwurf aus den 1950er-Jahren, der in den 1960ern in Serie ging und vor der iranischen Revolution in den 1970er-Jahren an Iran geliefert wurde.
Neben diesem Vorfall berichtet NBC News von umfangreichen Schäden an US-Stützpunkten in der Golfregion. Iranische Vergeltungsangriffe hätten Dutzende Ziele in mehreren Ländern getroffen, darunter Lagerhallen, Kommandostellen, Flugzeughangars, Satellitenkommunikationssysteme, Start- und Landebahnen sowie Radaranlagen. Die Reparaturkosten könnten sich demnach auf Milliardenhöhe belaufen.
Zusätzlich hätten Drohnenangriffe weitere Schwächen offengelegt, darunter ein Angriff am 1. März auf ein taktisches Operationszentrum nahe dem kuwaitischen Hafen Shuaiba, bei dem sechs US-Soldaten getötet und mehr als 60 verletzt worden sein sollen. Analysten sehen darin Hinweise auf strukturelle Schwächen der US-Verteidigungs- und Logistiksysteme bei gleichzeitigen Mehrfachangriffen.
12:30 Uhr
Japan feiert Ankunft von US-Öltanker trotz Hormus-Blockade
Japanische Fernsehsender berichteten am Sonntag ausführlich und in feierlicher Stimmung über die Ankunft eines einzelnen Öltankers mit US-Rohöl und werteten das Ereignis als "bedeutende Entwicklung" angesichts anhaltender Energiebedenken.
Die Lage steht im Zusammenhang mit der anhaltenden Blockade beziehungsweise teilweisen Schließung der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölhandel. Durch die Meerenge wird normalerweise rund ein Fünftel der globalen Öl- und LNG-Exporte transportiert. Die Einschränkungen haben den internationalen Energiemarkt stark unter Druck gesetzt und zu Versorgungsengpässen sowie stark schwankenden Preisen geführt. Viele Tanker müssen derzeit Umwege nehmen oder warten, was die Lieferketten erheblich verlangsamt.
Japanese television networks gave prominent coverage Sunday to the arrival of a single oil tanker carrying US crude, treating the event as a significant development amid ongoing energy concerns. pic.twitter.com/29p7leQG6t
— Tasnim News Agency (@Tasnimnews_EN) April 26, 202612:00 Uhr
Irans Außenminister besucht Oman – erster Golfbesuch seit Kriegsbeginn
Der omanische Sultan Haitham bin Tariq und Irans Außenminister Abbas Araghtschi haben bei einem Treffen in Maskat die jüngsten Entwicklungen in der Region sowie Vermittlungsbemühungen zur Beendigung des Iran-Krieges erörtert, wie die Oman News Agency berichtete.
Die Gespräche fanden statt, nachdem Araghtschi am Wochenende den Vermittlungsbesuch in Pakistan ergebnislos beendet und US-Präsident Donald Trump zudem einen geplanten Besuch seiner Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Islamabad abgesagt hatte – zwei Rückschläge in Folge für die Friedensaussichten.
Iran's FM Araghchi met with Oman’s Sultan Haitham bin Tariq Al Said.The two sides discussed the latest regional developments, mediation efforts, and initiatives aimed at ending ongoing conflicts. During the talks, the Sultan was briefed on Iran’s perspective on these issues. pic.twitter.com/9JAph4UojW
— Press TV 🔻 (@PressTV) April 26, 2026Während des Treffens betonte der omanische Staatschef die Bedeutung von Dialog und Diplomatie, um regionale Herausforderungen zu bewältigen und den Frieden zu festigen.
Zudem skizzierte er Wege, um diplomatische Bemühungen voranzutreiben, die auf nachhaltige politische Lösungen abzielen, und die Auswirkungen der Krisen auf die Bevölkerung der Region zu verringern.
Araghtschi brachte die Anerkennung Irans für die Rolle Omans zum Ausdruck: bei der Unterstützung des Dialogs sowie der Förderung regionaler Sicherheit und Stabilität, insbesondere angesichts der aktuellen Spannungen.
Der iranische Außenminister war am Samstagabend in Oman eingetroffen ‒ sein erster Besuch in einem Golfstaat seit Beginn des Krieges.
Iran hatte nach den US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf die Islamische Republik am 28. Februar Hunderte Angriffe auf Golfstaaten durchgeführt. Diese richteten sich auch gegen zivile Infrastruktur, darunter Häfen und Energiezentren, was die Beziehungen zwischen den Golfstaaten und Iran weiter verschlechterte. Auch die maritime Infrastruktur Omans wurde getroffen und es kam zu Störungen im Frachtverkehr.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, erklärte, Teheran messe den Beziehungen zu den Golfstaaten weiterhin "große Bedeutung" bei und bleibe "der Stärkung des gegenseitigen Vertrauens verpflichtet".
"Die Beziehungen zwischen Oman und Iran sind ein Beweis für Irans ernsthaftes Streben nach respektvollen und für beide Seiten vorteilhaften Beziehungen zu seinen Nachbarn", fügte er hinzu.
Maskat spielt traditionell eine wichtige Vermittlerrolle zwischen Iran und den USA.
Araghtschi sollte nach seinem Besuch in Oman voraussichtlich erneut den Vermittler Pakistan besuchen und anschließend nach Russland weiterreisen, wie die iranische Nachrichtenagentur Mehr am Samstag berichtete.
11:15 Uhr
Iran verursachte größere Schäden an US-Basen als öffentlich bekannt
Iran hat US-Stützpunkten und militärischer Ausrüstung im Nahen Osten seit Beginn der US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf das Land am 28. Februar offenbar größere Schäden zugefügt als bisher öffentlich bekannt. Das berichtete NBC News am Samstag unter Berufung auf Quellen.
Dem Bericht zufolge seien die Schäden durch iranische Vergeltungsschläge auf US-Militärbasen in sieben Ländern der Region "deutlich schwerwiegender als öffentlich eingeräumt" und dürften Reparaturkosten in Milliardenhöhe verursachen.
Iran habe Dutzende Ziele getroffen, darunter Lagerhallen, Kommandostellen, Flugzeughangars, Satellitenkommunikationsanlagen, Start- und Landebahnen, hochmoderne Radarsysteme sowie zahlreiche Flugzeuge, heißt es weiter.
Das Pentagon habe bislang keine Details zum Ausmaß der Schäden veröffentlicht. Das US-Zentralkommando (CENTCOM) habe sich zu Schadensbewertungen nicht geäußert.
Laut dem Bericht äußerten einige republikanische Abgeordnete hinter verschlossenen Türen Unzufriedenheit mit hochrangigen Pentagon-Beamten, da diese weder Informationen zum Schadensausmaß noch Kostenschätzungen für Reparaturen vorgelegt hätten.
"Niemand weiß etwas. Und das liegt nicht daran, dass nicht gefragt wird", wurde ein Mitarbeiter des Kongresses von NBC News zitiert. "Wir fragen seit Wochen nach und bekommen keine Details, obwohl das Pentagon einen Rekordhaushalt anfordert."
Der Bericht deutet zudem darauf hin, dass die Schäden und die hohen Reparaturkosten die Debatte neu entfachen könnten, ob US-Stützpunkte so nahe an einem Rivalen wie Iran sinnvoll stationiert sind.
10:15 Uhr
USA fangen Schiff der iranischen "Schattenflotte" ab
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen unter Sanktionen stehenden Frachter abgefangen. Das Schiff sei im Arabischen Meer von einem Hubschrauber des Zerstörers "USS Pinckney" gestoppt worden und werde nun in Richtung Iran zurückeskortiert, teilte das US-Regionalkommando CENTCOM auf der Plattform X mit.
Bei dem Schiff handelt es sich demnach um die "M/V Sedan". Es gehört zu 19 Frachtern, die am Freitag vom US-Finanzministerium mit Sanktionen belegt wurden. Diese Maßnahmen richten sich gegen Irans sogenannte Schattenflotte, die nach US-Angaben eine zentrale Rolle bei den Einnahmen Teherans aus Öl- und Gasexporten spielt.
Die US-Regierung erhöht damit den wirtschaftlichen Druck auf Teheran. Neben Sanktionen umfasst dies auch Maßnahmen gegen Schiffe, die aus iranischen Häfen auslaufen oder diese ansteuern. Laut CENTCOM wurden seit Beginn der Aktion bereits 37 Schiffe umgeleitet.
Yesterday, M/V Sevan was among 19 “shadow fleet” vessels sanctioned by the U.S. Department of Treasury for activities related to transporting billions of dollars worth of Iranian energy, oil and gas products, including propane and butane, to foreign markets.Earlier today, Sevan… pic.twitter.com/7HdJ5iHNF7
— U.S. Central Command (@CENTCOM) April 25, 202609:06 Uhr
Folgen der Ölkrise im Persischen Golf reichen weit über das Kriegsende hinaus
Zu Beginn des Iran-Kriegs dauerte es nur wenige Tage, um tausende Ölfelder im Nahen Osten stillzulegen. Doch die anhaltende Schließung des Persischen Golfs bedeutet, dass es Monate oder sogar Jahre dauern wird, bis sich die Energieflüsse erholen.
Der Schiffsverkehr ist nahezu zum Erliegen gekommen, während sich die USA und Iran in einem Tanker-Konflikt gegenüberstehen und diplomatische Bemühungen eingefroren sind. Der Brent-Ölpreis ist in dieser Woche wieder über 100 Dollar pro Barrel gestiegen, da energiehungrige Branchen weltweit erkennen, dass die Blockade deutlich länger andauert als ursprünglich befürchtet.
Analysten und Führungskräfte der Ölindustrie sehen die Chancen auf eine schnelle Wiederaufnahme der Öllieferungen aus dem Persischen Golf schwinden. Selbst wenn die Meerenge morgen wieder geöffnet würde, wären die Schäden für die Weltwirtschaft noch lange spürbar.
Die Wiederinbetriebnahme der produktivsten Ölregion der Welt wird erhebliche technische und logistische Herausforderungen mit sich bringen.
Produzenten im Nahen Osten brauchen Tanker, die sich weltweit verteilt haben, um ihre Ladungen auszuliefern und zurückzukehren – was Monate dauern könnte. Der in Lagertanks angesammelte Treibstoff muss auf den Markt gebracht werden, um Platz für weiteres Öl zu schaffen. Außerdem müssen Arbeiter, die die Region beim Ausbruch des Krieges verlassen haben, zurückkehren.
Goldman-Sachs-Energieanalysten erklärten diese Woche, dass je länger die Straße von Hormus geschlossen bleibt, desto langsamer die Erholung der Produktion ausfallen werde.
Die Probleme dürften vor allem im Irak am gravierendsten sein, dem zweitgrößten Produzenten der Region nach Saudi-Arabien. Unter normalen Bedingungen fördert der Irak rund 5 % des weltweiten Öls. Die tägliche Produktion sei jedoch von 4,9 Millionen Barrel vor Kriegsbeginn Ende Februar auf etwa 1,6 Millionen Barrel eingebrochen.
Eine der größten Hürden wird die Wiederinbetriebnahme der Ölfelder sein. Einige Förderfelder müssen nur schrittweise wieder in Betrieb genommen werden. In älteren Feldern dürfte zudem der Druck während der Stilllegung gesunken sein. Bei der Wiederinbetriebnahme könnte daher weniger Öl und stattdessen mehr Erdgas austreten.
Analysten sagten gegenüber dem Wall Street Journal, dass die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Saudi-Arabien als mit Abstand größter Produzent besser durch die Krise kommen dürften, da sie den Druck in ihren Förderfeldern über Jahrzehnte sorgfältig gesteuert haben. Selbst dort werde sich die Produktion jedoch nicht sofort vollständig erholen.
08:02 Uhr
Friedenshoffnungen zwischen USA und Iran schwinden nach Trumps Abbruch der Gespräche
Die Hoffnungen auf einen diplomatischen Durchbruch im US-israelischen Krieg mit Iran schwanden zu Beginn der neuen Woche. Gespräche zur Beendigung des seit zwei Monaten andauernden Kriegs stecken fest, und weder Teheran noch Washington zeigen große Bereitschaft, von ihren Positionen abzurücken.
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi verließ das vermittelnde Pakistan am Wochenende ohne Ergebnis. US-Präsident Donald Trump sagte zudem einen geplanten Besuch seiner Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Islamabad ab – zwei Rückschläge in kurzer Folge für die Friedensbemühungen.
Die festgefahrene Situation lässt die größte Volkswirtschaft der Welt und eine bedeutende Ölmacht in einer Konfrontation verharren, die bereits die Energiepreise auf Mehrjahreshochs getrieben, die Inflation angeheizt und die globalen Wachstumsaussichten eingetrübt hat.
Der iranische Präsident Massud Peseschkian erklärte in einem Telefonat mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif laut einer Mitteilung der iranischen Regierung, Teheran werde keine "aufgezwungenen Verhandlungen" unter Drohungen oder Blockaden führen.
Peseschkian sagte, die Vereinigten Staaten müssten zunächst "operative Hindernisse" beseitigen – darunter die Blockade iranischer Häfen –, bevor Verhandler überhaupt eine Grundlage für eine Konfliktlösung schaffen könnten.
Prime Minister Muhammad Shehbaz Sharif held a telephone call with the President of the Islamic Republic of Iran, His Excellency Dr. Masoud PezeshkianThe two leaders had a detailed exchange of views on the current regional situation and ongoing efforts to promote peace and… pic.twitter.com/IlxvzhokBE
— Government of Pakistan (@GovtofPakistan) April 25, 2026Araghtschi bezeichnete seinen Besuch in Pakistan als "sehr fruchtbar". Eine iranische diplomatische Quelle in Islamabad erklärte, Teheran werde keine "maximalistischen Forderungen" der USA akzeptieren.
Trump sagte Reportern in Florida, er habe den Besuch seiner Gesandten abgesagt, da die Gespräche zu aufwendig und kostspielig seien, um ein aus seiner Sicht unzureichendes Angebot Irans zu prüfen. Nach der Absage der Reise habe Iran "viel angeboten, aber nicht genug", so Trump.
Trump:We’re not going to be traveling 15–16 hours to have a meeting with people nobody has ever heard of. pic.twitter.com/tMRoyHITzO
— Clash Report (@clashreport) April 25, 2026Auf Truth Social schrieb er erneut, innerhalb der iranischen Führung herrschten "massive interne Streitigkeiten und Verwirrung".
"Niemand weiß, wer das Sagen hat – nicht einmal sie selbst", schrieb er. "Außerdem haben wir alle Trümpfe in der Hand, sie keinen! Wenn sie reden wollen, müssen sie uns nur anrufen!!!"
Peseschkian erklärte bereits am Donnerstag hingegen, in Teheran gebe es "keine Hardliner oder Gemäßigten" und das Land stehe geschlossen hinter seinem obersten Führer. Irans Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf und Araghtschi bekräftigten diese Darstellung in den vergangenen Tagen.
Teheran hat die Straße von Hormus weitgehend geschlossen, durch die normalerweise ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggaslieferungen transportiert wird, während Washington iranische Ölexporte blockiert.
25.04.2026 20:28 Uhr
20:28 Uhr
Netanjahu befiehlt neue Angriffe auf den Libanon
Nachdem bereits im Verlauf des Tages trotz der Waffenruhe mehrere israelische Luftangriffe auf Orte im Südlibanon stattgefunden hatten und auch das Gebiet jenseits der von Israel gezogenen "gelben Linie" mit Artillerie beschossen worden war, hat auch die Hisbollah mit Raketen erwidert; zwei davon sollen aus dem Libanon auf Nordisrael abgefeuert worden sein.
Nun hat nach dem Portal Ynet der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu befohlen, vermeintliche Ziele der Hisbollah im Libanon "mächtig" anzugreifen. Noch ist unklar, welche Ziele er damit meint – nach israelischen Angaben waren selbst die Luftangriffe auf Beirut vor einigen Wochen Angriffe auf Ziele der Hisbollah.
19:09 Uhr
Araghtschi zweifelt, dass die USA Diplomatie ernst meinen
Auf dem Weg nach Maskat, der Hauptstadt des Oman und der zweiten Station der diplomatischen Reise von Abbas Araghtschi, postete er einen kurzen Bericht von seinen Gesprächen in Pakistan auf X.
Very fruitful visit to Pakistan, whose good offices and brotherly efforts to bring back peace to our region we very much value.Shared Iran's position concerning workable framework to permanently end the war on Iran. Have yet to see if the U.S. is truly serious about diplomacy.
— Seyed Abbas Araghchi (@araghchi) April 25, 2026"Sehr ertragreicher Besuch in Pakistan, dessen Vermittlungsbemühungen und brüderliche Anstrengungen, den Frieden in unsere Region zurückzubringen, wir sehr schätzen.Wir haben Irans Haltung betreffend eines funktionsfähigen Rahmens für eine dauerhafte Beendigung des Krieges gegen den Iran mitgeteilt. Wir müssen erst sehen, ob es den USA mit der Diplomatie wirklich ernst ist."
Araghtschi wird nach seinem Besuch in Maskat, bei dem vermutlich auch Details einer künftigen Regelung für die Straße von Hormus besprochen werden, da Iran beabsichtigt, die Einnahmen mit Oman zu teilen, zu seiner letzten Station aufbrechen: nach Moskau.
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